
Unbewohnte Trullo
Da hatten wir uns ja was vorgenommen. 1 – 2 mal im Jahr sind wir dann nach Apulien geflogen um uns Objekte anzuschauen. Immobiliemakler gibt es dort wie Sand am Meer und wir haben bestimmt den einen oder anderen zur Verzweiflung gebracht. Wir wussten nur, es sollte einen tollen, möglichst weiten Blick haben und nicht eingebettet im Olivenhain liegen. Zu einsam wollten wir dort auch nicht wohnen, also der eine oder andere Nachbar wäre gut. Eigentlich sollten schon Gebäude vorhanden sein, die wir nur noch etwas umbauen wollten.
Wir haben uns viele, viele Grundstücke und Häuser angeschaut. Bekamen Einblicke in das doch teilweise sehr einfache Leben der Landbevölkerung.
Die jungen Leute zieht es in die Städte und zurück bleiben die Alten. Doch die schaffen oftmals die Arbeit nicht mehr und wollen oder müssen deshalb verkaufen.

Hier wären wir fast schwach geworden.
Bevor wir uns auf die Suche nach einem Grundstück gemacht haben, hieß es erstmal: informieren. Wir sind dem Verein ‘Deutsche in Italien’ beigetreten, um auch rechtlich auf dem Laufenden zu sein. Wir haben an einem Tagesseminar teilgenommen und dort viel Wissenswertes erfahren.
- Gibt es ein Vorkaufsrecht der Nachbarn?
- Gibt es Miet-oder Pachtverträge?
- Ist das Grundstück schuldenfrei? In Italien würde man die Schulden beim Kauf (anders als in Deutschland) übernehmen.
- Wie sieht es steuerlich aus?
- Ist alles legal gebaut?
- Wie groß dürfen Sie bauen?
- Lassen Sie den Vertrag unbedingt von einem deutschen Notar prüfen!
Natürlich waren wir auch verunsichert - als Ausländer dort was kaufen, nur mit ein paar Brocken italienisch im Gepäck und man hört ja auch soviel negative Sachen. Für uns war es deshalb sehr wichtig, soviele Infos wie möglich zu sammeln und der Austauch mit Gleichgesinnten.
Während unserer Urlaube haben wir einige von ihnen kennen gelernt. Ein Ehepaar hatte sich schon ein teilweise bebautes Grundstück gekauft und deren Erfahrungen haben uns sehr geholfen. Auch von italienischer Seite haben wir viele gute Tipps und Ratschläge bekommen – Danke Gregorio.

Die kanarische Insel La Palma
Es wäre doch schön, wenn wir ein kleines Häuschen im Süden hätten, wohin man in der schlechten Jahreszeit entfliehen kann. Mit dem Gedanken begann alles vor ca. 10 Jahren. Unser erster Anlaufpunkt war La Palma. Eine wunderschöne Insel, aber eben eine Insel wohin man eigentlich nur mit dem Flugzeug kommt. Da wir beide zu der Zeit nicht gerne fliegen mochten, war das schon ein Problem. Nach vielen Gesprächen mit deutschen Auswanderern, nahmen wir davon wieder Abstand. Im Grunde lebten sie dort wie in Deutschland mit ihren hohen Hecken, den Nachbarschaftsstreitereien und wenig Kontakt zu den Einheimischen – nur hatten sie eben das schöne Wetter. Das war nichts für uns, wir wollten ja nicht wie in Deutschland leben. Uns reizte das Neue und etwas andere Leben. Nach einem gedanklichen Zwischenstopp in Portugal, sind wir dann vor 6 Jahren nach einem Italienurlaub in Apulien hängengeblieben.

Masseria Selvaggi im Valle D'Itria.

Masseria Cappucini
Zweimal haben wir im Hochsommer unseren Urlaub in der Masseria Cappucini verbracht.
Der Besitzer Gianfranco wohnt gleich nebenan und steht den Gästen gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Vier liebevoll zurecht gemachte Trulli laden zu einem erholsamen Urlaub ein. Morgens wird in einem seperaten Trullo das Frühstück serviert.
An dem wunderschön angelegtem Pool kann man völlig entspannt den Tag geniessen. Besonders für kleine Kinder ist er geeignet, da er ganz flach reingeht.
Nicht weit von der Masseria ist auch hier der kleine Alimentarie von Gino.
Die Masseria ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die umliegenden Städte. Zum Strand sind es etwa 20 Min. mit dem Auto.

Der Pool mit herrlichem Blick

Masseria Selvaggi
Durch Zufall haben wir unseren ersten Aufenthalt in Apulien in der Masseria Selvaggi verbracht.
Der Eigentümer Gregorio hat hier ein wunderschönes Fleckchen geschaffen.
Mit 9 ha hat das Grundstück in dieser Gegend eine durchschnittliche Größe.
Den Gästen stehen 6 Wohnungen unterschiedlicher Größe zur Verfügung, eine davon ist in einem Trulli untergebracht.
Morgens bereitet Gregorio das Frühstück zu. Wir freuen uns immer auf die leckeren Cornettos. Jeden Tag gibt es eine andere Kleinigkeit dazu, mal überrascht er uns mit Bruschetta, dann mit Schinken, Ricotta oder einheimischen Früchten.
Besonders angetan hat es uns der Pool. Er enthält kein Chlor sondern Salzwasser.
Die Masseria liegt zwischen Cisternino, Ostuni und Martina Franca.
In der Nähe ist ein kleiner Alimentari (Lebensmittelgeschäft) indem die ganze Familie um Besitzer Gino alles für den täglichen Bedarf bereit hält.
Besonders zu empfehlen sind die selbst gebackenen Kekse der Ehefrau.
Ein kleiner ‘Tante Emma’ Laden wo sich die Menschen treffen und austauschen.
Wir haben bei Gregorio schon oft unseren Urlaub verbracht und kommen immer wieder gerne.

Der herrliche Pool

Trulli und Lamia