Um in Italien handlungsfähig zu sein, brauchten wir beide eine Codice fiscale (Steuernummer). Ohne diese kann man kein Konto eröffnen, keinen Strom beantragen etc. Also ab nach Hamburg ins Konsulat und den Antrag stellen. Eigentlich ist es in Italien üblich, dass die Frauen ihren Mädchennamen behalten und so wurde sie auch für mich in Rom beantragt. Nach ein paar Wochen waren sie da und für uns war damit alles erledigt.
Möchte man in Italien ein Grundstück kaufen, müssen erst die umliegenden landwirtschaftlichen Nachbarn befragt werden, ob sie Interessen an dem Grundstück haben. Außerdem muss geprüft werden, ob Schulden oder sonstige Lasten auf dem Grundstück liegen, die würde man sonst mitübernehmen. Da das bei uns nicht der Fall war, konnte der Kaufvertrag aufgesezt werden. Diesen ließen wir von einem Anwalt des Vereins ‘Deutsche in Italien überprüfen’. Alles war OK und so ging es dann zum Notar nach Ostuni.
Das war ein riesiger Schritt und wir waren mächtig aufgeregt. Es hätte uns sehr gewundert, wenn alles problemlos abgelaufen wäre. Meine Codice fiscale wurde nicht anerkannt! Dem Amt war es egal, was für Vorschriften aus Rom kommen, sie haben ihre Eigenen und danach musste mein Name aus Mädchen- und jetztigem Namen bestehen. Also neu beantragen und wieder ein paar Wochen warten.
2 Kommentare zu “Bürokratie”

Diese Erfahrungen kann ich nur bestätigen – selbst Italienern geht es so! Eine Bekannte von mir lebt seit bald 20 Jahren mit ihrem italienischen Partner in Mittelitalien – und weder Umzug noch Aus- oder Umbau gingen ohne erhebliche bürokratische Probleme über die Bühne. Da sagen sie immer “In Italie è così” – so ist das in Italien eben…
Super Post, ich komme nun oefter